Rückblick auf die Jahrestagung 2011

Programm


Zwangsstörungen in Forschung und Praxis: Neue Entwicklungen in der Therapie

Am 3. und 4. Dezember fand, wie jedes Jahr am ersten Dezemberwochenende, die Jahrestagung der SGZ 2011 statt. Der Veranstaltungsort war im fünften Jahr hintereinander das UniversitätsSpital Zürich, ein kleines Jubiläum also. Die Tagung wurde von der SGZ in Zusammenarbeit mit der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsspitals Zürich und dem Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienst des Kantons Zürich (Universitätsklinik) organisiert. Diese seit Jahren fest etablierte Kooperation ist besonders wertvoll, da viele Zwangserkrankungen im Kindes- und Jugendalter beginnen und sich ins Erwachsenenalter fortsetzen. Das Tagungsprogramm spiegelte dies durch die abwechslungsreichen Beiträge wider, zu diesen gehörten unter anderem Vorträge zu familientherapeutischen Ansätzen, neuen akzeptanzbasierten Therapien, therapieunterstützenden Computerspielen und aktuellen Entwicklungen in der Hirnchirurgie. Also eine grosse Spannbreite an Themen, auch was die vielen Workshops betraf, aus denen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auswählen konnten.

Vormittags wurden fünf Vorträge präsentiert und nachmittags konnten in den Workshops einzelne Inhalte in kleinerem Rahmen vertieft werden. Darüber hinaus fand eine ausführliche Podiumsdiskussion statt, in der den Referentinnen und Referenten Fragen gestellt und diskutiert wurden. In den Pausen gab es darüber hinaus die Gelegenheit für einen interessanten Austausch untereinander.

Das Programm richtete sich am ersten Tag an Fachleute und am zweiten Tag an Betroffene und Angehörige. Beide Tage waren sehr gut besucht, es kamen insgesamt etwa 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer! Gut 250 Personen erschienen zur Fachtagung am 3. Dezember und rund 150 zum Informationstag am 4. Dezember.

Es wurde lebhaft diskutiert, die Referentinnen und Referenten berichteten in ihren Vorträgen über ganz neue und sehr spannende Therapie-Ansätze. Diese neuen Entwicklungen sind ausgesprochen erfreulich und es ist eine wichtige Aufgabe der Forschung, in den nächsten Jahren die Wirksamkeit dieser und weiterer Ansätze vermehrt zu überprüfen.

Auch die spontanen Kommentare nach den Workshops lassen darauf schliessen, dass viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer sehr zufrieden waren. Eine gelegentliche „Klage“ war, dass es sehr schwer gewesen sei, aus dem vielfältigen Angebot den „interessantesten“ Workshop auszuwählen. Hierfür gibt es aber einen Trost: Auch im kommenden Jahr wird es am ersten Dezemberwochenende wieder eine SGZ-Tagung am UniversitätsSpital geben - mit neuen Workshop-Themen! Ob die Wahl des „richtigen“ Workshops dann allerdings einfacher wird, muss vorerst offen bleiben…