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Leitlinien unserer Therapie

Behandlungsempfehlungen der SGZ

Behandlungsempfehlungen der SGZ

S. Niescken | 16.11.2006

Psychotherapie bei Zwangsstörungen

Multimodale Verhaltenstherapie:

  • Symptomspezifische Therapie
  • Expositionstraining mit Reaktionsmanagement
  • Kognitive Techniken

Therapie weiterer relevanter Themen:

  • Soziale Ängste
  • Selbstwertproblematik
  • Schwierigkeiten der Emotionsregulation
  • Interpersonelle Aspekte
  • Paar- und Familienproblematik
  • Lebensorientierung
  • Bearbeitung problematischer Grundannahmen und biographischer Faktoren


Es werden verschiedene Psychotherapieverfahren für die Behandlung von Zwangsstörungen angeboten. Die multimodale Verhaltentherapie ist die wissenschaftlich am besten belegte Therapieform von Zwangsstörungen.

Kombination von Psychotherapie und Pharmakotherapie

  • Grundsätzlich Kombinationsbehandlung möglich
  • Verzögerter Wirkungseintritt bei alleiniger Psychotherapie, jedoch günstigere Langzeiteffekte auch nach Beendigung der Kombinationsbehandlung im Vergleich zur Pharmakotherapie alleine.

Vorgehen bei Komorbidität:

  • Schwere Depression/ Suizidalität: Vorrangige Behandlung der Depression
  • Bipolare affektive Störung: Zunächst ausreichende Stimmungsstabilisierung
  • Psychose: Primäre Behandlung der Psychose, sekundär Management von Zwangssymptomen ohne intensive Exposition
  • Suchtproblematik: Gleichzeitige Behandlung sofern möglich
  • Essstörungen: In Abhängigkeit von Gewicht und funktionaler Zusammenhänge vorrangige Behandlung der Essstörung unter Berücksichtigung der Zwangsstörung oder umgekehrt.

Behandlungsdauer:

  • Individuell sehr unterschiedlich und abhängig vom Behandlungsrahmen (ambulant – teilstationär – stationär, Einzel- / Gruppentherapie)
  • Häufig ambulante Behandlungen über 1 bis 2 Jahre
  • Anschliessende Erhaltungstherapie in größeren zeitlichen Abständen

Rückfallprophylaxe:

  • Übertragung des Gelernten in den Alltag
  • Anleitung zum regelmässigen Training
  • Tagesstruktur und Sozialkontakte
  • Erkennen von Risikofaktoren
  • Vereinbarungen für einen möglichen Rückfall


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