|
|
Leitlinien unserer Therapie
S. Niescken | 16.11.2006Psychopharmakotherapie: Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) bei Zwangsstörungen Vorgehen:- In niedriger Dosis langsam aufdosieren unter Beachtung der Verträglichkeit
- Ungefähr doppelt so hohe Dosierung wählen im Vergleich zur Depressionsbehandlung
- Im klinischen Alltag in Einzelfällen höhere Dosierungen erforderlich als angegeben
- Wirklatenz von 8 bis 12 Wochen
- Dauer bis zur maximalen Wirkung kann bis zu 20 Wochen betragen
Wirkung:- Erleichterung der Distanzierungsfähigkeit zu den Zwangsinhalten
- Reduktion der emotionalen Beteiligung
- Reduktion der Depressivität
- Verbesserung der Lebensqualität unabhängig von der Reduktion der Zwänge
- Ansprechrate von 60 bis 80 Prozent
- Durchschnittliche Symptomreduktion von 40 bis 50 Prozent
Behandlungsdauer:- Bei positivem Ansprechen Fortsetzung der Behandlung in der gleichen Dosierung über 6 Monate bis Jahre
- Langsames Ausschleichen der Medikation über mehrere Monate
- Hohes Rückfallrisiko nach Beendigung der Medikation bei alleiniger Psychopharmakotherapie
Wahl eines geeigneten Serotonin- Wiederaufnahmehemmers: - Keine Wirkungsunterschiede zwischen den selektiven Serotonin- Wiederaufnahmehemmern aber bessere Verträglichkeit und geringere Abbruchrate im Vergleich zum Clomipramin
- Hinweise auf stärkere Wirksamkeit von Clomipramin im Vergleich zu selektiven Serotonin- Wiederaufnahmehemmern
|
|
|
Suche:
|
|
|
|
|
|
|
|
Buchtipp:
|
|
|
|
Zum Forum:
|
|
|
|
|
Mitglied werden:
|
|
|
|
|