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Fliessende Übergänge
Normal oder Zwanghaft?
S. Niescken | 02.11.2006Der Kampf gegen den Zwang kostet viel Energie Ein zentrales Merkmal für Zwangsstörungen ist, dass die Betroffenen unter ihren Zwangsgedanken und Zwangshandlungen stark leiden. Zwangsstörungen tauchen in der Regel nicht plötzlich aus dem Nichts auf, sondern entwickeln sich sukzessiv (fortschreitend).
Zu Beginn wehren sich die meisten Betroffenen gegen ihre Zwänge. Sie versuchen Ihre Bedürfnisse, zum Beispiel die Wohnung zu kontrollieren oder sich die Hände zu waschen, so weit wie möglich zu unterdrücken. Ein solcher Kampf kostet viel Energie und führt meist dazu, dass die Betroffenen ihren Alltag zunehmend schlechter bewältigen können. Zudem fühlen sie sich häufig niedergeschlagen, mut- und hoffnungslos und vermeiden alle Aktivitäten, die ihre Zwänge eventuell noch verstärken könnten. Durch die zunehmende soziale Isolierung erhält der Zwang zusätzlich eine Sinnspendende und Zeiterfüllende Funktion.
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