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Zwangsgedanken und Zwangshandlungen treten meist zusammen auf
Zwangsgedanken
S. Niescken | 01.11.2006Wiederkehrende und aufdringliche Gedanken und / oder Handlungen sind das wesentliche Merkmal einer Zwangsstörung. Bei rund 60 Prozent der Betroffenen tritt beides zusammen auf. Im Unterschied zu einigen anderen psychischen Erkrankungen empfinden Zwangskranke die sich aufdrängenden Gedanken und Handlungen die meiste Zeit als übertrieben oder sinnlos. Trotzdem können sie sich kaum dagegen wehren.
Was sind Zwangsgedanken?Bei Zwangsgedanken handelt es sich um wiederholt auftretende und andauernde Gedanken, Impulse oder Vorstelllungen, die als störend empfunden werden und mit einem grossen Leidendruck einhergehen können. Die Betroffenen versuchen sich meist vergeblich gegen die stereotyp ablaufenden Gedankengänge zu wehren und können diese häufig nur mit Hilfe entsprechender Zwangshandlungen neutralisieren.
Interessanterweise beziehen sich Zwangsgedanken in allen Kulturen auf ähnliche Themenbereiche: Sexualität, Religion, Aggressionen sowie Ordnung und die korrekte Ausführung bestimmter Tätigkeiten. Weitere Inhalte von Zwangsgedanken können Ekel und Angst vor körperlichen Ausscheidungen sowie einer Infektion durch Schmutz und Keime oder befürchtete Umweltzerstörungen und Katastrophen (z.B. Terroranschläge) sein.
Zwangsgedanken lösen bei den Betroffenen sehr intensive Gefühle aus. Neben grosser Angst führen sie häufig auch zu starken Schuld- und Schamgefühlen und Selbstzweifeln.
Foto: DAK
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