SGZ Jahrestagung 3./4.12.2016 Zwangsstörungen: Vielfältige Sichtweisen



Sehr geehrte Damen und Herren

 

Die Zwangsstörung ist eine häufige, das Leben der Betroffenen und ihrer Angehörigen oftmals stark einschränkende psychische Erkrankung. Sie zeichnet sich durch einen oft frühen Beginn sowie eine grosse Hartnäckigkeit der Symptome aus, welche über viele Jahre oder sogar Jahrzehnte bestehen können. Wenn aber eine spezifische und ausreichend intensive Behandlung stattfindet, verringern sich bei der grossen Mehrheit der Betroffenen die Beschwerden erheblich, sie gewinnen an Lebensqualität und können diese Erfolge meist auch über lange Zeiträume nach Beendigung der Behandlung aufrechterhalten. Vor diesem Hintergrund stellen die Therapiemöglichkeiten ein zentrales Thema dieser Tagung dar.

Einen weiteren Tagungsschwerpunkt bildet die Vielfalt an möglichen Sichtweisen: Wer sich mit der Zwangsstörung auseinandersetzt, merkt schnell, dass sowohl ihr Erscheinungsbild als auch die Ursachen und Bewältigungsmöglichkeiten äusserst vielfältig sind. Einfache Erklärungen gibt es nicht, unterschiedliche Perspektiven sind gefragt. Die Referentinnen und Referenten stammen aus ganz verschiedenen Arbeitsbereichen, unter anderem der Erwachsenenpsychiatrie, der Kinder- und Jugendpsychiatrie, der Psychologie, der Pflege sowie der Theologie und Seelsorge. Auch eine Filmregisseurin und eine Romanautorin schildern ihre Auseinandersetzung mit dem Thema. Diese unterschiedlichen Blickwinkel und Erfahrungen werden ein anregendes von- und miteinander Lernen ermöglichen.

Vormittags werden Ihnen vier Fachvorträge präsentiert. Hinzu kommt die Lesung aus einem faszinierenden Roman über eine Buchhändlerin, Mutter und Ehefrau mit Zwängen. Am Ende des Vormittags können Sie bei einer ausführlichen Podiumsdiskussion den Referentinnen und Referenten Fragen stellen und Kommentare einbringen. Nachmittags haben Sie dann die Gelegenheit, an einem von vielen parallel laufenden Workshops teilzunehmen, welche unterschiedliche Themen praxisnah vermitteln.

Der erste Tag (3. Dezember, Fachtagung) richtet sich an Ärztinnen und Ärzte, Psychologinnen und Psychologen sowie weitere Fachpersonen.

Am zweiten Tag (4. Dezember, Informationstag) werden nahezu die gleichen Themen wie am ersten Tag abgehandelt, allerdings unter besonderer Berücksichtigung der Perspektive von Betroffenen und Angehörigen.

Wir laden Sie herzlich zur Teilnahme ein und freuen uns auf eine inspirierende Veranstaltung!

 

 

Prof. Dr. med. Michael Rufer
Präsident der Schweizerischen Gesellschaft für Zwangsstörungen

Prof. Dr. med. Dipl.-Psych. Susanne Walitza
Vizepräsidentin der Schweizerischen Gesellschaft für Zwangsstörungen